“Hilfe zur Selbsthilfe” ist inzwischen ein gängiges und erprobtes Handlungsmodell

Um hilfebedürftigen Menschen zum Einen die größtmögliche Autonomität zu überlassen und zum Anderen möglichst niederschwellig lediglich dort Hilfestellung zu leisten, den kreativen Lernprozess zur Entwicklung von Lebenswerkzeugen als individuelle Selbsthilfe zu ermöglichen.

Das hat erwiesenermaßen auch einen Motivationsfördernden Aspekt, der durch Gruppengespräche über Erfahrungen und Schwierigkeiten bei der jeweiligen individuellen Durchführung auch für andere Betroffene die Bereitschaft zum Adaptieren der Lösungswege zur Folge.

Viele Selbsthilfegruppen arbeiten nach diesem Konzept, dass sie nicht Ratschläge erteilen, sondern eher über Lebenserfahrungen berichten lassen, von Höhen und Tiefen, von Erfolgen und Misserfolgen, von sowohl positiven Stimmungen wie Spaß, Lebensfreude und Zufriedenheit als auch von Spannungen, Wut und Enttäuschungen.

Auf dieser Basis soll das Kernkonzept des Wohnprojektes stehen.

Das Fundament dieser Lebensform als Hausgemeinschaftsprojekt soll den Bewohnern auf freiwilliger Basis die Bewältigung der mit durchaus diversen Problem- oder Angstbehafteten Situationen erleichtern und durch die stärkende Lebensgemeinschaft des Hauses einen sicheren Rückzugsort bieten. Gleichzeitig soll durch die örtliche Nähe der anderen Bewohnern, welche ebenso Betroffene sind die Isolationsbereitschaft auf ein Minimum gesenkt werden.

Konflikte werden nicht mehr über die Faktoren wie Konkurrenz, Machthierarchien oder sonstigen Abhängigkeiten gestört sondern durch das Hinzuziehen von über das “Persönliche Budget” finanzierte erfahrene Mediatoren, Moderatoren oder gar therapeutisch geschulte Personen konstruktiv und wünschenswert auch nachhaltig gelöst.

Durch das Fundament “Hilfe zur Selbsthilfe” soll dieses Wohnprojekt Lebenserleichternde Möglichkeiten eröffnen und psychisch beeinträchtigte Menschen durch ihren eigenen Antrieb auch aus der Opferhaltung heraus begleiten.